Ich habe letzte Woche einen Teamtag moderiert, irgendwo draußen im Grünen. Der Tag war intensiv, offen und anstrengend, aber auf eine gute Weise.
Am Abend saß ich mit einer Teilnehmerin am Feuer. Sie erzählte mir von einer Zeit, die kaum auszuhalten war: Krankheit, Tod, Abschied, Kontrollverlust auf allen Ebenen. Ich habe sie gefragt, wie sie das durchgestanden hat.
Sie hat nicht lang überlegt. Sie sagte:
„Jeder braucht jemanden, der an einen glaubt, Kristin.“
Der Satz hat sofort gesessen. Er ist nichts Neues, aber ich glaube, dass er sich so festgesetzt hat, weil ich genau das selbst so oft erlebt habe.
Dass Menschen geblieben sind, als ich innerlich längst auf Rückzug war. Die nicht weggesehen haben, aber auch nicht vorschnell eingegriffen. Die präsent waren, ohne zu drängen. Die ausgehalten haben, was in mir gerade nicht lösbar war… Zweifel, Erschöpfung, Selbstüberschätzung, Ratlosigkeit und die fest eingeplante Sinnkrise um halb drei nachts 😅.
Wir sprechen viel über Resilienz, über Selbstwirksamkeit, über mentale Stärke. Und all das ist wichtig. Aber wenn es wirklich dunkel wird, dann trägt dich selten eine „Methode“. Es ist fast immer ein Mensch. Einer, der dich sieht und bleibt.
Ich wünsche jedem, dass da so ein Mensch ist ❤️.




