Jetzt wird ein Buch daraus: Macht in Organisationen
Nach 15 Jahren Organisationspraxis wird aus meinem Lieblingsthema Macht jetzt ein eigenes Buch.

Vor ein paar Wochen habe ich ein Exposé an einen Verlag geschickt, weil ich wissen wollte, ob mein Thema vielleicht auch außerhalb meiner eigenen beruflichen Bubble interessant sein könnte. Dass ich wenige Wochen später einen Verlagsvertrag als Autorin unterschreibe, hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.
Zwischen „Ich schicke das einfach mal hin“ und „225 Seiten Manuskript bis Ende Juni 2027“ lag damit überraschend wenig Zeit. Vermutlich werde ich irgendwann noch herausfinden, weshalb ich mich über diese Geschwindigkeit so gefreut habe. Im Moment bin ich allerdings vor allem ziemlich stolz, glücklich und irre aufgeregt.
Nach rund 15 Jahren Arbeit mit Organisationen und all den Führungsfragen, Konflikten, Krisen und Skandalen, die mir dort begegnet sind, schreibe ich nun ein Buch über ein Thema, das mich schon lange beschäftigt: Macht in Organisationen.
Macht wird häufig erst dann ausdrücklich zum Thema, wenn etwas eskaliert, jemand seine Position missbraucht oder eine Organisation plötzlich erklären muss, wie bestimmte Dinge überhaupt passieren konnten. Dabei wirkt Macht längst vorher. Sie steckt in Entscheidungen und Abhängigkeiten, in formalen Rollen und informellen Beziehungen, im Zugang zu Informationen und im unterschiedlichen Gewicht einzelner Stimmen.
Besonders spannend wird es für mich dort, wo Organisationen Offenheit, Feedback und Augenhöhe ausdrücklich fördern und trotzdem Verhältnisse entstehen, in denen längst nicht alle Menschen gleichermaßen widersprechen können. Genau an diesen Stellen zeigt sich oft sehr viel darüber, wie Macht tatsächlich verteilt ist und wie bewusst eine Organisation damit umgeht.
Bis Ende Juni 2027 ist noch ein bisschen Strecke zu machen, und vermutlich wird mir spätestens irgendwann zwischen Seite 73 und 74 auffallen, dass ein Verlagsvertrag wesentlich schneller unterschrieben ist als ein Buch geschrieben.
Heute freue ich mich aber erst einmal darüber, dass aus einer Idee tatsächlich ein Buch wird. Und ja: Darauf bin ich gerade ziemlich stolz.
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